Navigation

Jahresstart 2009 in Bremen bei der Firma BEGO



ZAD - Mitglieder

Bericht über den ZAD-Jahresstart + das Jahresstart-Seminar in Bremen im Fortbildungszentrum der Firma BEGO am Freitag, den 16.Jan. bis Samstag, den 17.Januar 2009.

Ein herzliches Dankeschön an Herrn Christoph Weiss, Geschäftsführer der Firma BEGO und die freundlichen Mitarbeiter Herrn Henning Wulfes, Herrn Ralf Kröger, Herrn Carsten Vagt (technischer Leiter BEGO medical) und Herrn David Forker (Technischer Support BEGO medical).
Ihre Unterstützung, ihre Fachkompetenz und ihr freundliches Entgegenkommen haben auch dieses Jahr wieder unser Seminar sehr bereichert.
Der ZAD fühlte sich als Gast herzlich willkommen und wir konnten im zahntechnischen Fortbildungszentrum der Firma BEGO unser Seminar in bester Umgebung durchführen.



Programmpunkt 1:
Die ausführliche Vorstellung des 3-shape Scanners und die neuste Version der Dental-Designer Software und anschließende Besichtigung der Produktion

Wir sind am richtigen Ort
Der Monitor in der Empfangshalle der Firma BEGO zeigt uns - hier sind wir herzlich willkommen!
Hier sind wir (ZAD) richtig!
Begrüßung
Um 9:30 Begrüßung der Seminarteilnehmer durch Herrn Henning Wulfes, kurze Besprechung des Tagesablaufes und Seminarprogramms und die persönliche Einrichtung des Arbeitsplatzes im Fortbildungslabor der Firma BEGO.
Persönliche Begrüßung
Wenn er denn eben Zeit hat und im Hause ist, läßt es sich BEGO-Chef Herr Christoph Weiss nicht nehmen die Seminargruppe persönlich willkommen zu heißen.
Herr Dipl. Ing.Carsten Vagt (Technischer Leiter BEGO Medical)
Herr Vagt gibt uns eine kurze Übersicht über den Tätigkeitsbereich der BEGO Medical.
Er erklärt in dem Zusammenhang den Umstieg auf den Scanner der Firma 3shape und auf die Konstruktions-Software "Dental-Designer".
Herr Zt. David Forker (technischer Sopport BEGO Medical)
Praktische Vorführung des Scanners sowie der Software.
Der Speedscan®/3Shape™ 3D-Dentalscanner für präzises Scannen unterschiedlicher Zahnpräparationen
Im DentalDesigner™ (Software-Name) wird ein neuer Fall angelegt.
  1. Grobscan Modell (wobei das herausfinden einer Einschubrichtung vor dem Scanvorgang entfällt.
  2. Detailbereich wählen
  3. Detail-Scan
  4. Scannen der Einzelstümpfe
  5. Gegenbiss-Scan
Dauer des Scanvorgangs: 5 bis 8 Minuten
Design
DentalDesigner™ – Die übersichtliche Benutzeroberfläche ermöglicht es dem Anwender, größere Zahnrestaurationen innerhalb weniger Minuten zu modellieren.
  • Festlegen der Einschubrichtung
  • Präp-Grenze(automatische Erkennung)
  • Korrrekturen an Prep-Grenze über Punkte (auch sehr eng einstellbar) ,wenn notwendig vornehmen.
  • Zementspaltausmaß einstellen.
  • Vorschlag für Kronen wählbar
  • Modellieren der individuellen Wünsche
  • Kontaktpunkt modellieren
flexibel und variabel
Modellations-Einstellungen sind sehr vielfältig und creativ.
Die Software arbeitet nondestruktiv
d.h. man kann an jeder Stelle des Konstruktionsvorganges zu jedem beliebigen Zustand vorher zurückkehren.
Teleskop-Konstruktionen
Auch die Teleskop-Konstruktionen sind sehr einfach und durchdacht.
Betriebsbesichtigung BEGO medical
Herr Dipl.Ing. Carsten Vagt gibt eine Einführung und Hintergrund-Infos zu Philosophie unf Produktionsabläufen bei Bego Medical Betriebsbesichtigung.
Eingangs und Ausgangskontrolle
Bei unterschreiten der materialspezifischen Stabilitätsparameter gibt die Software Warnungen aus. Vor Beginn der Produktion nochmal Kontrolle des angelieferten digitalen Datensatzes auf Einhaltung aller materialtechnisch relevanten Parameter und eventuelle Rücksprache bei Abweichungen.
Hochgeschwindigkeits Fräsmachinen
Produktionsanlagen und Abläufe. Hier waren unter anderen Laser-Melting Pruduktionseinheiten, hochgeschwindigkeits-5-Achs Fräsmachinen, hochpräzise Sinteröfen für Zircondioxid und Endprodukt-Scanner zu sehen.
Viele Fragen
Viele Fragen zu Produktionsabläufen, technischen Details, Qualitätsstandards, Qualitätssicherung, Qualitätskontrolle, Herstellungsprozessen , Herstellungsdauer, Datensicherheit, Materialprüfung, spezifische Materialeigenschaften, Logistik etc. konnten während der sehr umfangreichen und ausführlichen Besichtigung des Produktionsbereiches der BEGO Medical beantwortet werden.
Ausführliche Infos finden Sie auf der Internetseite der Firma BEGO Medical
BEGO Medical

Nach diesen vielen interessanten Informationen während der Betriebsbesichtigung der BEGO Medical, gab's erstmal eine kurze Erholungspause bei einem schmackhaften Mittagessen in der Mensa der Firma BEGO.

Seminar Teil II
So gestärkt, gingen wir in den erstmal theorethischen Teil des ZAD-Workshops "Rationelles Herstellen von Außenteilen", den unser ZAD-Kollege und Referent Manni Adels aus Euskirchen durchführte.

Der Referent Manni Adels
Am Anfang steht die Power-Point Präsentation...
Das Workshop-Thema
....die Power-Point Präsentation gab einen ausfühlichen Überblick über das persönliche Vorgehen Manni Adels' bei der Herstellung von Außenteilen.
Beginnend bei der verlässlichen Modellfertigung bis zum hervorragend passenden Endprodukt.
Die Zeiser Methode
Manni sieht in der Modellfertigungs - Methode nach "Zeiser" die Grundlage zur Herstellung wiederholbar gleichbleibender Ergebnisse.
Die Modellsockelplatte aus Kunststoff
Diese gleicht Expansionsversatz gezielt durch verteilte Sägeschnitte aus.
Präzise Gipsverarbeitung
Dazu gehören:
  • Exaktes Abwiegen der Gipsmenge
  • Ein trockenes Anrührgefäß
  • ml-genaues Messen der Wassermenge
  • Einhalten der empfohlenen Rührparameter
  • verläßliche Vakumierung im Rührgefäß
Meistermodell-Beispiel 1
In seinem Vortrag zeigte Manni alle einzelnen Arbeitsschritte, die in so hochpräzisen Innenteilen enden. Auch seine persönlich bevorzugten Fräsen und Polierer gehörten zu dieser Beschreibung.
Meistermodell-Beispiel 2
Schon in dieser Phase des Workshops gab es sowohl viele Fragen, als auch Anregungen der Seminarteilnehmer zum Thema "Fräsen".
Beginn Sekundärteilfertigung
Zum Autragen des Pattern-Kunststoffes gab es die Empfehlung:
Schrittweise und möglichst "trocken" aufzutragen.
Abheben der Kunststoffkappe
Das Abheben der Kappe erfolgt nach ausreichender Verweildauer auf dem Innenteil. (Die Kappe sollte komplett auspolimerisiert sein!!)
Reduzieren auf dünnst-mögliche Schichtstärke
Die Kappe wird mit geigneten Schleifinstumenten auf eine möglichst dünne, gleichmäßige Schichtstärke reduziert. Dies hat den Sinn, die Kunststoffmenge so gering wie möglich zu halten.
Vergleich vorher/nachher
Hier sieht man nocheinmal rechts die Kappe nach dem Autragen und links die gezielt reduzierte Kappe im Vergleich
Mit Wachs verstärken
Jetzt wird die Kunststoffkappe mit einer Wachsschicht überzogen und geglättet. Sie dient dazu, dem Kunststoff vor dem Verbrennen genug Platz zum quellen zu geben, damit die Einbettmasse durch den Quellvorgang nicht beschädigt wird.
fertig aufgetragene Wachsschicht
in diesem Zustand ist die Kappe zur Aufnahme der Retentionsperlen bereit.
Retentionsperlen + Gußkanal anbringen
Dann einbetten und gießen. Manni hatte zum Einbetten die Masse der Firma Weber mitgebracht und den Seminarteilnehmern zum einbetten ihrer im Kurs gefertigten Teile empfohlen.
Gußergebniss
Mit der von Manni empfohlenen Einbettmasse sind bei Beachtung aller spezifischen Parameter:
  • Expansions-Steuerung
  • Ofensteuerung
  • Vorwärmtemperatur
wiederholbar sehr gute Gußergebnisse zu erzielen.
Gut zu erkennen:
super saubere Flächen direkt nach dem Ausbetten ohne zusätzliche Bearbeitung!
Fall-Fotos
Die Modellsituation mit 7 nebeneinander stehenden 2° gefrästen Innenteilen.
Fertige Arbeit - basale Ansicht
Auch hier gut erkennbar die sehr sauberen glänzenden Innenflächen der Außenteleskope (Passung ausschließlich durch gezielten Einsatz des Sandstrahlers erreicht!
Arbeit auf dem Modell
"sitzt, passt, wackelt und hat Luft!"
Frontale Ansicht
Die Arbeit ist absichtlich in dieser Position fotografiert - in den hier noch zu sehenden letzten 1 1/2 mm erreicht die Arbeit ihre friktive Passung.
Beginn des praktischen Seminars
Alle Teilnehmer hatten schon mal etwas vorbereitet, nämlich ein oder zwei gefräste TK-Kappen, um darauf - mit den Anleitungen und Empfehlungen von Manni im Hinterkopf - Sekundärkappen zu fertigen.
So fertigte jeder der Semeninarteilnehmer...
konzentriert, mit großer Sorgfalt....
jeder auf seine Weise, heimlich, still und leise
unter den kontrollierenden Blicken von Manni oder anderen Kollegen Sekundärkappen aus Pattern-Kunststoff und Wachs nach der gerade vorgestellten Methode und oder den eigenen Verfeinerungsideen.
Einbetten zum Gießen
Zum Schluß hatte jeder seine hergestellten Kappen mit Weber's Einbettmasse eingebettet und für den nächsten Morgen zum Guß aufgesetzt. Schnell wurde noch die Ofensteuerung programmiert und man ging zufrieden in die Kaffeepause!
Nach kurzer Kaffeepause kamen wir zum

Seminar-Teil III.
Der neue ZAD-Kollege Karl Plecity refererierte über das Thema:

Die Implantatfräsung mit 2°oder 0°


  • Titanabutment oder individuell angegossen Abutment?
  • Modellieren eines individuellen Abutments
  • Fräsen eines Titan und eines ind.Abutments
  • .Sekundärkonstruktion modelliert und gegossen.
  • Aufpassen der Sekundärkonstruktion.

unterstützt durch eine reich bebilderte Powerpoint Präsentation. Im Folgenden einige Bild-Auszüge aus diesem Vortrag.
Der Referent Karl Pecity(Düsseldorf)
Neu in den Verein eingetreten und ZAD-Mitglied seit Mai 2008
Titelbild zum Start
Die Modell-Situation
im Artikulator
Vorbereitungen für's wax-up
einfache Fertig-Kauflächen den Bißverhältnissen anpassen
fertiges wax-up
wax-up Situ mit Silikonwall okklusal sichern
desgleichen von buccal und palatinal
Positions Kontrolle
Positions Kontrolle ebenfalls mit den Fertigteilen für den Anguß
Positions Kontrolle in Bezug zum wax-up Ziel
daraus resultierend die Festlegung einer sinnvollen Einschubrichtung
hierzu notwendige Einzel-Überprüfung
Volumenaufbau mit Hilfe von Pattern-Kunststoff
vorfräsen
umlaufende Hohlkehle fräsen
erste Platzverhältnis-Prüfung nach Fräsvorgang
auch die Ausdehnung in buccale Richtung prüfen und gegebenenfalls korrigieren
Länge und Volumenausdehnung paarweise an Hand der wax-up Einzelteile genau festlegen
hier das andere "Pärchen"
Vorbereitung zum Einbetten
Einbetten
Aufpassen und bearbeiten der Abschlußränder nach dem Guß
positionieren auf dem Modell zum fräsen
Fräsung
Hohlkehl-Feintuning.....
....in Bezug zum Zahnfleischverlauf
Glätten/polieren
zielorientierte Platzkontrolle
notwendige Korrekturen
okklusale Platzverhältnisse sichten
Finish
Beginn Sekundärteil-Modellation
Ränder
Achsausrichtung
buccale und palatinale Volumenausdehnung
Einbetten und gießen der beiden ersten Außenteile
Außenteile gegossen
Entfernen der Störstellen und Gußperlen
Wasserlöslicher Filzstift für das definitive Aufpassen
Guß in Endposition
Anarbeiten des Metallrandes
Glätten des Metallrandes
Definitive Passung
Zielorientierung im Auge behalten.Analog die Fertigung der nächsten beiden Außenteile.
Zum Anfassen
Zur Dokumentation aller Einzelschritte bis zur fertigen Arbeit hatte Karl Plecity diese hier zu sehenden Einzelteile, die Modelle und seine Materialliste mitgebracht. So konnte jeder Seminarteilnehmer im wahrsten Sinne des Wortes den Inhalt seines Vortrages "begreifbar" nachvollziehen.

Hier noch die Materialliste:
  • GC. Pattern Resin
  • Yeti IQ-Compact Opak Neongrün
  • Alpenrock Girrbach
  • Camlog Implantatsystem
  • Argen Edelmetalle
  • Fräsen Komet
  • Gummipolierer Edenta
  • Kunststoff Enamel Plus SW-Dental
  • Zahnfleischmaske Zermack (Rigid)
  • Einbettmasse GC. Fuji-Platinum
  • Silikon Ivoclar Sil-Tech


Danke Karl Plecity!


Nach einem anstrengenden inhaltsreichen Seminartag hat man es sich verdient:

Das gemeinsame gemütliche Abendessen im Restaurant um die Ecke (333m vom Hotel Atlantis entfernt).
Ein gutes Essen, ein gutes Gläschen,...
Smalltalk, vielleicht die ein oder andere Frage mit den Referenten klären....
Vorstandsgeplauder


Der nächste Morgen beginnt mit einem guten Früstück im Hotel Atlantis und anschließend geht's zum zweiten Teil des praktischen Seminars von Manni Adels zur Firma BEGO.

Praktisches Seminar mit Manni Adels Teil II (Gießen und aufpassen der Sekundärteile)
Der Flammenguß
Immer wieder spannend bis die Flamme die richtige Einstellung für den Gußvorgang hat.
Aber für erfahrene Flammengießer wie Thomas und Klaus kein wirkliches Problem...
...wie man sieht
Ausbetten..
Die Gußobjekte werden vorsichtig mit dem Sandstrahler von Einbettmasse befreit
Abtrennen der Gußkanäle
Prüfung der Erstpassung nach dem Guß...
...sie ist schon recht gut, aber hat noch nicht..
das Friktions-Feeling, das sich Manni wünscht...
..also nochmal kurz mit der richtigen Parametereinstellung ausstrahlen..
und sich der gwünschten Friktionspassung nähern.
Kontrolle und Rat zum guten Schluß
Ergebnis-Kontrolle, Fragen, Antworten, Ratschläge, Anregungen, Austausch der gemachten Erfahrungen.

Danke Manni Adels
Gruppenfoto zum Abschied
Am Mittag versammelte man sich zum Gruppenfoto kurz vor dem Start zur Heimfahrt.
Danke an alle Beteiligten.
Ein herzliches Dankeschön an:

  • die Firma BEGO und deren Mitarbeiter Herrn Henning Wulfes und Herrn Ralf Kröger

  • die Firma BEGO Medical und deren Mitarbeiter Herrn Carsten Vagt und Herrn David Forker

  • ZAD-Mitglied Manni Adels

  • ZAD-Mitglied Karl Plecity

  • den ZAD Vorstand
Wir kommen gerne wieder!